Die größten Verbraucher im Haushalt
Heutzutage ist Hausarbeit keine Handarbeit mehr. Der Großteil der Geräte, die uns den Alltag erleichtern, funktioniert mit elektrischem Strom. Das macht sich leider auch immer deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar und wenn einmal im Jahr die Abrechnung vom Stromanbieter kommt, erleiden viele eine Art Schock. Wenn aber auch alles, von der Pfeffermühle, über den Dosenöffner bis hin zu den großen Geräten über elektrischen Strom läuft, muss man sich nicht wundern. Um herauszufinden, welche Geräte am meisten Strom verbrauchen und wo man vielleicht ein wenig sparen kann, gibt es im Internet Verbrauchsrechner, die einem genau anzeigen, wer der größte Verbraucher von allen ist.
Die Hitliste
Laut Statistik sind die mit Abstand größten Verbraucher im Haushalt die Nachtspeicherheizungen. Mit 9500 kw/h im Jahr kommen sie auf eine recht stolze Summe, die wohl der Grund dafür sind, dass sie völlig aus der Mode geraten sind und kaum noch verwendet werden. Da auch kaum noch Stromanbieter günstigeren Nachtstrom anbieten, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es sie gar nicht mehr geben wird. Derzeit stehen sie nur noch in knapp fünf Prozent der Haushalte. Neuer Spitzenreiter der Rangliste der größten Verbraucher ist die Warmwasseraufbereitung. Dicht gefolgt von allen Geräten, die man in der Küche benutzt. Kühl- und Gefrierschrank, Herd und Backofen brauchen allein fast 2000 kw/h im Jahr mit Geschirrspülmaschine sind es sogar noch mehr. Die nächsten in der Hitliste findet man in Waschküche oder Keller. So verbrauchen deutsche Haushalte mit Betrieb eines Waschvollautomaten und eines Trockners rund 500 kw/h Strom jährlich. Erst dann kommt der Fernseher oder Computer mit je rund 250 kw/h, die Beleuchtung mit rund 300 kw/h und die Kleingeräte sind mit rund 150 kw/h im Jahr das Schlusslicht. Überrascht? Auch wenn Posten wie Beleuchtung und Kleingeräte nicht den Löwenanteil des Verbrauchs ausmachen, sollte man doch immer bedenken, dass das sprichwörtliche “Kleinvieh” auch “Mist macht”. Und wer im Durchschnitt in einem Zwei-Personen-Haushalt mehr als 3000 kw/h Strom verbraucht, sollte sich auf jeden Fall nach Sparmöglichkeiten umsehen.
Sparen wo man kann
Bei vielen Geräten gibt es nur eine Möglichkeit ihren Stromverbrauch zu senken: weniger Nutzung. Nur wer die Lampen ausschaltet, den Waschvollautomaten nicht ständig laufen lässt und die Wäsche auch mal auf der Leine trocknet, statt im Wäschetrockner und den Fernseher nicht im Dauerbetrieb hat, kann diesen Geräten ein paar kw/h im Jahr abringen. Auch die Anschaffung, neuerer, energiesparender Modelle kann sich lohnen. In der Küche ist die verminderte Nutzung manchmal schlicht nicht möglich. Hier kann man nur mit kleinen Tricks ein wenig einsparen. So hilft es, auf das Vorheizen des Backofens zu verzichten oder ein wenig vor Ablauf der Garzeit abzuschalten und damit die Restwärme zu nutzen. Gleiches gilt für die Herdplatten. Den Kühlschrank kann man ein wenig herunterregeln und die Spülmaschine sollte man so voll wie möglich packen, damit sie nicht unnötig läuft. Es lohnt sich ein paar Sparmaßnahmen zu beherzigen, dann steigt die Stromrechnung vielleicht im nächsten Jahr nicht weiter an.